Miramare nach 1867

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Miramare nach 1867

Im Jahr 1867, als Maximilian stirbt und Charlotte nach Belgien zurückgeht, beherbergt das Schloss für jeweils kurze Zeiträume Mitglieder der Familie Habsburg.
Zwischen 1869 und 1896 werden mindestens vierzehn Aufenthalte von Sissi verzeichnet, Kaiserin Elisabeth von Österreich und Gemahlin Franz Josephs, welcher im September 1882 anlässlich eines offiziellen Besuchs in Triest ebenfalls im Schloss wohnen wird.

Am 22. März 1900 wählt Stephanie von Belgien die Kapelle des Schlosses, um den ungarischen Adligen Elemér de Lónyay in zweiter Ehe zu heiraten. Im März 1914 empfängt der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand den preußischen Kaiser Wilhelm II. im Schloss. Zwei Monate später wird er in Sarajevo ermordet. Die letzten in Miramare anwesenden Habsburger sind das Kaiserpaar Karl und Zita, mit denen die Geschichte des Habsburgerreiches endet.
Während des Ersten Weltkriegs wurden die Möbel und Kunstwerke des Schlosses nach Wien verlegt. Bei Ende des Konflikts unterstand der gesamte Bezirk Miramare der italienischen Verwaltung und zwischen 1925 und 1926 gab Österreich auf der Grundlage präziser Vereinbarungen mit Italien die komplette Ausstattung zurück, damit das Schloss in ein Museum umgewandelt werden konnte.
Nach den notwendigen Restaurierungsarbeiten durch die Königliche Oberaufsichtsbehörde fand am 24. März 1929 die Einweihung des Museums statt. Dieses wurde später wieder geschlossen, als Herzog Amadeus von Savoyen-Aosta das Schloss zu seinem Wohnsitz wählte und dort von 1931 bis 1937 lebte.

Während der deutschen Besetzung von Triest im Jahr 1943 wurde im Schloss eine Schule für Nazioffiziere eröffnet, während die Möbel entfernt und in verschiedenen Stadtgebäuden untergebracht wurden.
1945 ließen sich neuseeländische Truppen im Schloss nieder, gefolgt von den Engländern. Schließlich kamen die Amerikaner, die von 1951 bis 1954 blieben, dem Jahr, in dem Triest auf der Grundlage des am 5. Oktober in London unterzeichneten „Memorandum of Understanding“ erneut zu Italien gehörte.

Schloss, Castelletto und Park wurden in das italienische Staatseigentum aufgenommen und von der örtlichen Aufsichtsbehörde restauriert. Basierend auf historischen Grafiken und Fotografien wurden die Holzdekorationen in den Räumen rekonstruiert und Möbel, Einrichtungsgegenstände, Gemälde und Wandteppiche wieder an ihren ursprünglichen Platz gebracht.

Im März 1955 wurde der Park für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und am 2. Juni desselben Jahres fand die Einweihung des offiziell als „Museo Storico del Castello di Miramare“ bezeichneten Museums statt, das der Soprintendenza per i Beni Storici Artistici ed Etnoantropologici del Friuli Venezia Giulia (Aufsichtsbehörde für das historische, künstlerische und anthropologische Kulturerbe Friaul Julisch-Venetiens) untersteht.

WICHTIGE MITTEILUNG

Das Schloss Miramare ist täglich
von 9 bis 19 Uhr (letzter Einlaß um 18.30 Uhr) geöffnet.
Der Park von Miramare ist täglich
von 8 bis 19 Uhr (letzter Einlaß um 18.30 Uhr) geöffnet.
Die Reitställe des Schlosses Miramare sind täglich
von 11 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr
(letzter Einlaß: 30 Minuten vor Schließung) geöffnet.